Erzählt von Gärtnerin Lucy:
“Der regenreiche Juli wirkte sich auf Ertrag und Gesundheit mancher Kulturen nicht gut aus. So haben die Tomatenpflanzen im Folientunnel größtenteil den “Samtflecken”-Pilz. Netter Name, aber nicht so nett, vor allem weil er so früh im Sommer auftritt, wo die Ernte gerade erst begonnen hatte. Der Pilz, der die Blätter befällt, schwächt die Pflanzen stark. Interessant ist bei Pilzbefall jedoch immer wieder, dass es große Unterschiede zwischen den Sorten gibt, dass manche Tomaten gesund bleiben! Diese resistenten Sorten werden dann also notiert für`s nächste Jahr.
Allgemein gab es im Juli deutlich weniger zu ernten als vergleichsweise letztes Jahr, die bekannte Zucchinischwemme setzt erst jetzt langsam ein. Und kauft jetzt Karotten, denn bald ist`s auch wieder rum! Ein kleines Beet steht noch im Garten und wird bald abgeerntet. Vom Feldanbau draußen am Blumenfeld wird ebenfalls dieses Jahr nur wenig zum einlagern kommen. Hier war die Trockenheit vor dem Regen das Problem.
Wenn es so manches gerade in spärlichen Mengen gibt, so haben wir doch einen erfreulichen Zwiebelschatz! Oben auf der großen Tenne liegen seit Ende Juli, ausgebreitet auf vielen Gittern, prächtige gelbe und rote Speiseziebeln zum trocknen. Ich hatte Sorge, sie hätten zu sehr am nassen Wetter Schaden genommen und könnten faulen, doch bisher sieht alles gut aus.
Die Blumenpracht freut uns ebenfalls sehr, mit wenigen Ausnahmen sind alle Schnittblumen richtig schön gewachsen und momentan ist der Garten voll bunter Farben – Astern, Löwenmäulchen, Zinnien, Strohblumen, Sonnenblumen und viele mehr. Daraus werden weiterhin die kleinen Wunder der Sträuße für den Hofladen zusammengestellt, bzw. sortenweise angeboten. Auf der Tenne bei den Zwiebeln ist zudem ein idealer Platz, um auch Blumenbuschen und Getreideähren zu trocknen, sodass es später noch einen Blütengruß aus dem Sommer geben wird!”