Die Genossenschaftsidee gehört seit 2016 zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit und das Jahr 2025 wurde von den Vereinten Nationen als Internationales Jahr der Genossenschaften ausgerufen.

Aus gutem Grund, denn in Genossenschaften tun sich Menschen zusammen, um miteinander und füreinander mehr zu erreichen. Genossenschaften agieren fast immer regional und fördern so die regionale Entwicklung. Im Grußwort von UN-Generalsekretär Guterres heißt es: „Genossenschaften sind die Lösung für viele globale Herausforderungen unserer Zeit. Sie tragen entscheidend dazu bei, die nachhaltigen Entwicklungsziele der Weltgemeinschaft zu erreichen. Sie fördern regionales Unternehmertum, ermöglichen den Zugang zu Märkten und bekämpfen weltweit Armut und soziale Ausgrenzung. Genossenschaften gestalten eine bessere Welt.“

Am KlosterGut wollen wir dazu beitragen, mit gutem Vorbild die Region zu gestalten. Wir haben auf dem ehemaligen Klostergelände einen Ort geschaffen, der sich Besuchenden und Interessierten öffnet. Mit Hofladen und Hofcafé sind Räume mit alternativen Angeboten und ohne Konsumzwang entstanden. Hofstelle und Garten sind offen für alle. Eigene Werkstätten, nachhaltiges Wirtschaften, Selbstversorgung mit Gemüse, Weitergabe von Bildung und Werten – die heutige Vielfalt des Ortes gründet auf einer langen Tradition, die zuletzt von den Schlehdorfer Ordensschwestern gepflegt wurde.

Mit der Rechtsform einer eingetragenen Genossenschaft (eG) haben wir uns bewusst für eine demokratisch-solidarische Gesellschaftsform entschieden. Anders als beispielsweise in einer Aktiengesellschaft hat jedes Mitglied in der Genossenschaft genau eine Stimme, unabhängig von der Anzahl der gezeichneten Anteile. Neben den Standard-Gremien Vorstand, Aufsichtsrat und Mitgliederversammlung haben wir am KlosterGut auch einen Leitungskreis etabliert, in dem alle wichtigen Funktionen und Rollen vertreten sind. Damit tragen wir der gemeinschaftlichen Ausrichtung des Ortes Rechnung. Denn nur gemeinsam sind wir stark!

Ein weiterer wesentlicher Vorteil von Genossenschaften ist das unkomplizierte Verfahren von Beitritt/Beteiligung und Austritt. Bei uns erfolgt der Beitritt durch Zeichnung eines Anteils á 1.000 Euro. Mitglieder können diese Geschäftsanteile jederzeit wieder kündigen, mit einer vergleichsweise kurzen Frist von 12 Monaten zum Jahresende. Neben dem ideellen Charakter einer Beteiligung am KlosterGut gibt es auch direkte Vorteile: alle Mitglieder erhalten attraktive 15% Nachlass auf unsere landwirtschaftlichen Produkte wie Gemüse und Fleisch sowie auf das gesamte Biosortiment des Hofladens.

Geschäftsanteile sind das Eigenkapital jeder Genossenschaft. Zusätzlich zu den Geschäftsanteilen kann eine Genossenschaft auch Mitgliederdarlehen bis zu einer Höhe von insgesamt 2,5 Mio. Euro aufnehmen. Diese Mitgliederdarlehen werden gesetzlich gegenüber gewöhnlichen Direktdarlehen bessergestellt.

Auf das KlosterGut übertragen bedeutet das: Mit jeder zusätzlichen Beteiligung und jedem neuen Mitgliederdarlehen können wir in die Zukunft des Ortes investieren. Nach den Kraftanstrengungen der letzten Jahre – dem Kauf der Hofstelle und einem erfolgreichen Flächenkauf – geht es nun insbesondere um den Erhalt des Ortes. Es stehen viele weitere Sanierungen und Investitionen auf dem in die Jahre gekommenen Gutsbetrieb der Schwestern an. Die Dacherneuerung der Remise war ein erster wichtiger Schritt. Modernisierungen auf der Hofstelle, bei den sanitären Anlagen in der Herberge und die Installation von Photovoltaik sind nächste geplante Projekte.

Die KlosterGut Schlehdorf eG hat derzeit ein Eigenkapital von 1 Mio. Euro und Mitgliederdarlehen in Höhe von 1,27 Mio. Euro aufgenommen. Unser Ziel ist es, diese Einlagen in den nächsten Jahren um 50% zu steigern. Jede Neumitgliedschaft, jeder zusätzlich gezeichnete Anteil und jedes neue Mitgliederdarlehen ist ein Baustein auf dem Weg dahin.

Mehr Informationen gibt es hier oder direkt vom Vorstand.