Erdkinderplan der Montessori-Schulen

„Die Schule dieser Kinder oder ihr Haus auf dem Lande muss ihnen die Gelegenheit zur sozialen Entfaltung sein. Es geht darum, eine Erfahrungsschule des sozialen Lernens zu schaffen.”
Maria Montessori

Nach Maria Montessori ist in der Zeit der Pubertät eine Trennung zeitweise der Jugendlichen vom Elternhaus von Vorteil, um an einem Ort des Schaffens zu wirken und zum Erwachsenen heranzureifen.
Wir vom KlosterGut wollen Jugendliche, Eltern, Lehrer*innen und Pädagog*innen mit unseren Möglichkeiten unterstützen, die Pubertät als Chance wahrzunahmen.
Die Jugendlichen verbringen in kontinuierlicher Abfolge im Laufe von zwei Jahren jeweils vier bis fünf Einzelwochen oder auch längere Zeit mit den Betreuer*innen ihrer Schule bei uns. Sie leben als Gruppe zusammen und arbeiten am Hof je nach Jahreszeit bei verschiedenen Projekten mit.

Bei der Umsetzung der Montessori-Idee des Erdkinderplans sind folgende Punkte wichtig:

  • selbstorganisiertes Leben in einer Gruppe mit Gleichaltrigen
  • verschiedenartige menschliche Beziehungen erleben und gestalten
  • Verantwortung für sich und andere übernehmen (Freude daran haben)
  • Begabungen fördern – auch im manuellen Bereich (eigene Kompetenzen erkennen und ausbauen)
  • Stärkung des Einzelnen durch die Gruppe (jede*r wird gebraucht, jede*r hat Stärken, zusammen geht es besser)
  • Stärkung des Selbstwertgefühls
  • Durchhaltevermögen ausbauen, die eigenen Kräfte spüren
  • Freude am gemeinsamen Arbeiten

Hier können Sie lesen, was die Monte Balan über uns schreibt: Kooperation KlosterGut Schlehdorf

 Aktive Mitarbeit ist möglich bei:

– Tierversorgung und Stallarbeit
– Baumpflege und Holzernte
– Gärtnern im Permakulturgarten
– Kochen und Brotbacken
– Handwerkliche Arbeiten

Zusätzliche Angebote nach Absprache möglich:

– Pferdearbeit
– Bergwandern
– Kräuterpädagogik
– Filzen
– Gruppenaktivitäten

Unsere Erfahrungen

Die Jugendlichen
– werden selbständiger
– übernehmen Verantwortung, sind produktiv und erleben Selbstwirksamkeit
– fühlen sich ernst genommen
– lernen notwendige Grundkompetenzen im Bereich Haushalt und Handwerk im ganz konkreten Miteinander
– machen konkrete eigene Lebenserfahrungen
– haben endlich mal Zeit für Gemeinschaftsleben
– finden Abstand bei eventuellen Konflikten mit Zuhause
– erleben eine gute Balance von Arbeiten und Lernen

Wir nennen sie liebevoll „die Montis“

Bereits seit 2012 kommen die Schüler*innen der 7. und 8. Jahrgangsstufe der inklusiven Montessori Schule an der Balanstraße in München (www.monte-balan.de) mit ihrem Lehrer Max und einer weiteren Pädagogin wochenweise zu uns auf den Hof. Sie sind dann in kleiner Gruppe (ca. 12 Schüler*innen) von Montag Mittag bis Freitag Mittag bei uns am Hof.

Die Schüler*innen sind während dieser Tage für ihre Versorgung selbst zuständig. Bereits im Vorfeld erstellen sie Essenspläne, Einkaufslisten und teilen die Zimmerbelegung ein. Vor Ort ist immer eine Gruppe von ca. 3 Schüler*innen für die Versorgung der Gruppe zuständig. Sie kochen zusammen, bereiten den Essensraum vor, bringen Zwischenbrotzeiten zu den Schüler*innen an deren jeweilige Arbeitsplätze und räumen auch alles wieder auf.

Die Arbeitsbereiche, die das KlosterGut in Schlehdorf bietet, sind sehr vielfältig:
von Hügelbeete für Permakultur anlegen, über Aussaat und Anbau von Gemüse und Obst, Einwecken von Gemüse und Obst für den Hofladen und den Tag der offenen Tür an der Schule, Tiere versorgen, im Stall mitarbeiten, Heu einbringen, Vogelschutzhecken pflanzen, Weidezäune erneuern, Holz für den Winter machen, Kuhstall entkernen und aufräumen, Möbel bauen bis hin zur Renovierung und Umbau der Herberge, in der die Gruppe übernachtet, und noch vieles mehr.