Rinder-Patenschaft

Betrachtet man die wirtschaftliche Komponente, lohnt sich die biologische Haltung von Mutterkühen im Vollerwerb – also ohne zusätzliche Einkommensquelle – erst ab einer Herdengröße von 100 Mutterkühen. Unsere Herde ist mit aktuell acht Mutterkühen überschaubar und damit weit weg von einem rentablen Betriebszweig. Dafür ist die Herde mit 20 bis 25 Tieren genau so groß, dass wir unsere Flächen auf extensive Weise bewirtschaften können und einen wesentlichen Beitrag zur ökologischen Vielfalt vor Ort leisten. Abgesehen davon ist unser Winterstall, der schon vor über 75 Jahren von den Klosterschwestern als „Sommerstall“ genutzt wurde, von der Größe her ein begrenzender Faktor. Denn wir wollen unsere Tiere im Herdenverbund halten und nicht in Gruppen aufteilen. Jedes Tier hat seine eigene Rolle in der hierarchisch geprägten Herde. Rinder sind soziale Wesen und brauchen ihre Artgenossen. Genau deshalb dürfen bei uns die Kälber im Herdenverbund aufwachsen und die Nachzucht bis zum Schlachten Teil davon sein.

Orientiert an Leitkuh Leila funktioniert das auf der Weide und im Tiefstreu-Stall nahezu reibungslos. Hornstöße gibt es bei uns kaum. Den behornten, stolzen Tieren wird genug Raum gegeben und alle haben durch die kleine Herdengröße eine soziale Beziehung zueinander, die sich mit etwas Ruhe jederzeit beobachten lässt. Ein schönes Schauspiel! Aber genau dies geht nur, da bei uns die Kuh nicht nur Produktionsfaktor ist.

Unterstützt uns mit einer Patenschaft!

Eine Patenschaft läuft in der Regel über 12 Monate und der monatliche Beitrag beläuft sich auf 15 Euro pro Tier. Die Zahlung kann als Einmalzahlung geleistet werden oder monatlich per Dauerauftrag überwiesen werden. Gerne können wir die Herde gemeinsam besuchen und dabei das Patentier auswählen. Über die Patenschafts-Urkunde hinaus informiere ich ca. viermal im Jahr alle Patinnen und Paten über saisonale Neuigkeiten und die Tiere.

Katja Habermann, Leitung Landwirtschaft

Unsere Rinder

Leila

geb. 12.10.2012

Leitkuh der Herde, behält den Überblick, dominant, setzt sich immer durch, lässt sich wahnsinnig gerne streicheln, strahlt eine besondere Ruhe aus, zieht aktuell ihr 6. Kalb Lenz auf

Lana

geb. 19.01.2018

Tochter von Leila, eher scheu und zurückhaltend, mag nicht am Kopf gestreichelt werden, unsicher aber akzeptierend im Umgang mit Menschen, verteidigt ihr neugeborenes Kalb, zieht aktuell ihr 5. Kalb Laslo auf

Luna

geb. 12.10.2012

Zwillingsschwester von Leila, sehr ruhiges Wesen, lässt sich von nichts stören, in der Zusammenarbeit etwas stur, tendiert zu Zwillingsgeburten, zieht aktuell ihr 5. und 6. Kalb Lux und Lüthe auf

Lotta

geb. 20.08.2020

Tochter von Lana, zurückhaltend im Umgang mit dem Menschen und in der Herde, rangnieder, zieht aktuell ihr 2. Kalb Malve auf 

Lisette

geb. 22.11.2015

Tochter von Luna, zurückhaltend, mag nicht am Kopf gestreichelt werden, hat bemerkenswerte Augen, ist unauffällig im Herdengefüge, hat Schwierigkeiten bei der Geburt, zieht aktuell ihr 3. Kalb Liam auf

Samira

geb. 07.11.2020

Tochter von Sigrun, zutraulich, neugierig, mag Streicheln, ist dabei aber unruhig, sie zieht ihren zweiten Sohn Säm auf

Sigrun

geb. 01.11.2017

ist im Winter schwarz im Gesicht, im Sommer dagegen nicht, entspanntes Wesen, rangnieder in der Herde, lässt sich gerne streicheln, zieht momentan ihr 5. Kalb Soley auf